Gedanken zur Einzelhaltung von Tieren

Freitag, 11. Mai 2012

Am 04.05.2012 hat mich leider mein geliebtes Meerschweinchen, "Christian" verlassen und somit war das andere Meerschweinchen alleine.

Ich bin darüber immer noch sehr traurig. Trotz der Trauer musste ich an den "Kleinen" denken, dass er nicht alleine bleibt. Die Entscheidung ihm einen neuen Partner zu schenken stand ohne zu überlegen fest. Da gibt es eigentlich auch nichts zu überlegen. Denn Einzelhaltung bei Tieren, die von Natur aus in Gesellschaft leben, ist tierquälerei.

Bereits nach drei Tagen war der "Kleine"  nicht mehr alleine. Ich kaufte mir einen Schopf, acht Wochen alt. Blacky heißt das süsse Meerschweinchen nun.






Der eigentliche Sinn dieses Post ist es, dass mich das Thema Einzelhaltung von Kleintieren sehr nachdenklich und sehr wütend gemacht hat.
Ich wollte ursprünglich nur nach Infos suchen zu Meerschweinchen und bin dabei immer wieder auf das Thema  Einzelhaltung von Meerschweinchen, Kaninchen etc. gestoßen. In diesem Post möchte ich meinen Frust äußern.
Ich kann nicht nachvollziehen, wie man sich ein neues Tier kaufen kann ohne einen Parnter direkt dazu zu holen. Denn ein Tierchen mehr oder weniger macht auch nicht mehr Arbeit, im Gegenteil. Denn man kann sich ja nicht immer mit dem Tierchen beschäftigen, da man zum Beispiel auch ein Berufsleben hat. Während der Mensch zum Beispiel außer Haus ist, haben sich wengistens die zwei Tierchen.
Viel wichtiger ist jedoch das Argument, dass ein Mensch nie eine Tier bzw. seinen Partner ersetzen kann. Wir würden es sicherlich auch nicht toll finden, wenn wir in Einzelhaft gesteckt werden würden oder mit einem Affen zusammen mit dem wir uns nicht auf einer Ebene verständigen könnten.
Da machen mich Aussagen wie zum Beispiel: "Genügend Streicheleinheiten werden das schon gut machen", wütend. Auch macht mich wütend, wenn man sagt: "Meinem Tierchen geht es trotzdem gut." Woher will man das denn wissen? Schließlich kann man sich gar nicht in das Tier reinversetzen wie es genau fühlt, da wir Menschen eine ganz andere Spezies sind.

Ich habe damals auch einen großen Fehler gemacht und meine zwei Meerschweinchen mit einem Kaninchen gehalten. Einen Fehler, den ich heute noch massiv bereue. Die Erkenntnis, dass man zwei gleiche Rassen halten sollte, kam zu spät. Ich habe zwar erst nach einiger Zeit, mein Kaninchen einer guten Freundin gegeben, die mehrere Kaninchen hatte, es verstarb aber dann schon nach wenigen Tagen.
Für das Tier war es leider am Ende zu viel Stress.

Am besten vergesellschaft man Tiere, wenn sie noch jung sind. Stirbt zum Beispiel  aber ein Meerschweinchen, dann sollte das neue Tier, ein Jungtier sein. Am Besten vertragen sich immer Männchen und Weibchen.

Ich halte zwei Männchen und die Vergesellschaftung mit Blacky hat wunderbar funktioniert, da mein älteres Meerschweinchen (4 Jahre alt), zum Glück nur drei Tage alleine war.

Mit diesem Post sollte sich keiner angegriffen fühlen, falls er selbst nur ein Tier hält. Denn ich machte am Anfang auch den gleichen Fehler. Ich möchte nur zum Nachdenken anregen und man sollte sich wirklich überlegen, wenn man wirklich sein Tierchen mag, dass zwei immer besser sind als eins - dem Tier zu liebe.








Kommentare:

  1. Ich geb dir vollkommen Recht, ich hatte auch immer 2 Kaninchen oder 2 Meerschweinchen. Und deine beiden sind echt super süß :) LG devilly

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  2. ach wie süß :) ich hatte früher auch sooo viele meerschweinchen und hätte auch supergerne wieder welche :)

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  3. Gebe ich dir auch total recht. Genau so auch bei Katzen wo viele ja auch immer sagen "meiner Katze geht es aber gut", wenn sie Freilauf hat und dort auf Artgenossen trifft ist es ja noch die eine Sache, aber nur in der Wohnung wieder was ganz anderes. Habe auch viel darüber gelesen, dass Katzen deswegen teilweise auch total die Macken entwickeln, dann nicht mehr mit anderen Katzen "können" und dann heißt es "siehste, die mag gar keine anderen Katzen".

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  4. Ja, mein Kaninchen saz auch oft nur in der Ecke rum später.
    Ich sehe da voll einen Unterschied im Verhalten der Tiere, wenn sie zu zweit gehalten werden, viel lebhafter und aktiver

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  5. Ich kann das so nur unterschreiben.

    Es macht mich immer wieder wütend, wenn Tiere, die eigentlich in der Natur in einer Gruppe leben, ganz bewusst einzeln gehalten werden. Wenn ein Tier stirbt, ist es sicherlich eine schwere Situation, wieder einen passenden Partner zu finden, aber viele halten ihre Tiere ja von Anfang an alleine. Gerade bei Vögeln höre ich immer wieder davon und wie du schon geschrieben hast - menschliche Gesellschaft ist überhaupt kein Ersatz. Schade, dass so viele Tiere wegen der Dummheit ihrer Halter leiden müssen.

    "Toll" ist es wiederum, dass Tiere, die eigentlich in der Natur Einzelgänger sind, dafür oftmals bei der Heimtierhaltung zusammengehalten werden... Schon irgendwie makaber.

    Liebe Grüße
    Isabel

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  6. Ja, Hamster zum Beispiel dürfen gar nicht zusammen gehalten werden, die müssen einzeln gehalten werden!

    Sehe das wie du Nagellack Junkie: Ein Tier von Anfang an alleine zu halten finde ich noch schlimmer als wenn ein Tier alleine ist, wenn der Partner gestorben ist und sich nicht mehr vergesellschaften lässt

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  7. Schön, dass sich ein Tierhalter damit auseinandersetzt, was sein Haustier benötigt :) Mich machen Menschen nämlich auch wütend, die die Tatsache ignorieren, dass zum Beispiel Meerschweinchen dringend ein anderes Meerschweinchen brauchen, um nicht nur vor sich hinzuvegetieren. Ich halte aus diesem Grund ein Weibchen und ein kastriertes Männchen und es klappt hervorragend und ist immer schön zu beobachten :)

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  8. Ich wollte auch grad Hamster einwerfen :D
    Ich hatte bis vor ein paar Jahren immer immer Hamster und die sollte man dringlichst allein halten!
    Außer Zwerghamster, die fühlen sich zu zweit wohler :)
    Wenn ich so drüber nachdenke habe ich schon als ich jünger war immer darauf geachtet, dass meine Haustiere artgrecht gehalten werden.

    Aber zum Thema Katzen: Die sind von Natur aus auch keine Gruppentiere und ich bekomme immer nen Föhn wenn Leute meinen denen gehe es alleine schlecht.
    Klar, manche lassen sich ganz leicht in Grüppchen halten und fühlen sich da pudelwohl.
    Meine Familie lebt auf einem alten Hof und hatte drei (jetzt leider nur noch zwei) Katzen. Zwei davon liebten sich heiß und innig, die dritte hasst einfach andere Katzen. Obwohl sie zusammen aufgewachsen sind. Sie ist halt eher der Einzelgänger.
    Ich wohne jetzt in einer WG und wir halten auch eine Katze und die hat keine Komplexe, versteht dich auch mit anderen Katzen und spielt und schläft vollkommen normal.
    Mein Freund hatte auch einen Kater, der seit er klein war im Haus gelebt hat, aber auch Freigang hatte wie er wollte. Und der kann auch gar nicht mit anderen Katzen.
    Ich denke bei denen ist das eher eine Charaktersache.

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  9. Vielleicht passt das nun nicht so gut, weil ich keine Kleintiere habe; aber vor kurzem stand eine Anzeige bei uns in der Zeitung, dass das Örtliche Tierheim eine Katze abzugeben hätte. Es stand drin, dass sie sich wunderbar mit anderen Katzen verträgt und am besten draußen rumlaufen sollte. Ich hab also angerufen und bekam am Telefon dann zu hören, dass es für die Katze das beste wäre alleine Gehalten zu werden, und am besten Drinnen und vor allem, dass es doch Wünschenswert wäre, in eine Familie mit kleinen Kindern zu kommen...

    was soll man dazu noch sagen?
    Die Ansichten mancher Menschen was die Tierhaltung betrifft ist echt krank.

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  10. Früher hatte ich auch Hamster.
    Dschungarische Zwerghamster.
    2 Männchen, von Geburt an zusammen und waren die beiden letzten ihres Wurfes in der Tierhandlung.
    Habe beide genommen ,doch zuahause haben sie sich gar nicht mehr vertragen.. :(
    Hab sie dann in getrennte Käfige getan und immer miteinander rumlaufen lassen..
    Ich denke, es kommt immer ganz auf das Tier an. Es gibt immer irgendwo Einzelgänger und Gruppentiere. :)

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  11. Soweit ich weiß vertagen sich Hamster nach der Geburt nach einiger Zeit sowieso nicht mehr!

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