Der alltägliche Morgenfrust

Mittwoch, 27. Oktober 2010

Neben Kosmetikposts muss auch mal Platz für Meckereien sein :). In dem Post möchte ich euch einen Einblick in meine morgendliche Situation geben. Vielen von euch wird es wohl genauso ergehen, leider :(.

Seit Oktober haben wieder meine Vorlesungen begonnen. Nun heißt es für mich wieder jeden Morgen früh aufzustehen.
In den vergangenen Semestern hatte es immer dicke ausgereicht, wenn ich um 7 Uhr 30 von zu Hause losgefahren bin. Dann war ich dicke immer vor Vorlesungsbeginn (8Uhr15) in meiner Fh. Doch Zeiten ändern sich, schneller als man denkt. Seitdem die Baustelle auf der Brücke ist, ist diese nur noch einspurig befahrbar. Das hat zur Folge, dass viele nun über die andere Bundesstraße fahren, und genau diese Bundesstraße fahre ich immer jeden Morgen zu meiner Fh. Die Folge ist, der Berufsverkehr hat sich um mindestens eine Stunde nach vorne verschoben. Statt um 6 Uhr 40 aufzustehen, muss ich nun um 5 Uhr 30 aufstehen. Spätestens um 6 Uhr 20 muss ich dann hier losfahren um nicht in den Berufsverkehr zu kommen, der schon ab 6 Uhr 45/50 beginnt. Es ist schrecklich. Dabei trennen die Fh und mein Zuhause gerade mal 25 km. 
Fahre ich zu spät hier los, dann bin ich eine gute Stunde im Stau. Heute morgen fuhr ich erst um 7 Uhr los und kam erst um 20 nach 8 in der Fh an. Zudem hatte ich heute morgen auch noch das Glück an einer Unfallstelle mit Blaulich und Notarztwagen im Schritttempo entlang zu fahren ;(.

Damit nicht genug.
Letztes Mal hat mich versucht ein großer LKW auf die Palme zu bringen. Er fuhr in der Ortschaft, wo nur 50 erlaubt war, mir jedes Mal extrem dicht auf und veranstaltete hinter mir dauernd Lichthupe. Dann blieb er wieder fast stehen und nahm dann wieder so richtig Anlauf, wenn er wieder genug Platz vor sich hatte. Ich dachte jeden Moment  knallt der LKW auf mein Auto drauf und aus ist es. Ich weiß echt nicht, was sich manche Leute dabei denken und das in aller Frühe. Vielleicht wollte er seinen Morgenfrust an mir auslassen oder wie auch immer. Ich war auf jeden Fall kurz davor die Polizei anzurufen.

Ach ja und das morgendliche Radio geht mir auch ziemlich auf den Senkel. Gerade morgens will ich Musik hören um munter zu werden. Stattdessen wird gerade morgens besonders viel geblabert.
Wenn das nicht schon genug wäre, habe ich nun auch fast jeden Tag bis 19 Uhr Vorlesung, obwohl ich schon um 5 Uhr 30 aufstehen muss....
Aber danach kräht kein Hahn, man muss ja schließlich funktionieren.

Wer denkt nach 19 Uhr kann ich mich hinlegen, der täuscht sich. Nach 19 Uhr geht es dann erst richtig los. Ich packe alle meine Lernsachen auf den Tisch und muss dann noch den ganzen Stoff nacharbeiten (und das ist nicht gerade wenig). Manchmal lerne ich dann auch bis tief in die Nacht hinein. Man kann sich an allen Fingern abzählen, wie viel Zeit mir dann noch zum Schlafen zur Verfügung steht. 

Manchmal wünsche ich meine Schulzeit zurück :(. Andere werden bestimmt noch einen schlimmeren Alltag haben. Aber irgendwie gewöhnt man sich auch daran, man muss ja schließlich in der heutigen Leistungsgesellschaft funktionieren, sonst scheidet man früher oder später aus.

Kommentare:

  1. Ohje, du Arme.. das mit dem Berufsverkehr kommt mir sowas von bekannt vor und dann noch dazu lästige Alltäglichkeiten.. manchmal ist der Alltag schon viel zu viel.
    Ich wünsch dir dennoch einen erträglichen Tag, es kommen bessere.

    Mooseman
    http://moose-man-juke.blogspot.com/

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  2. *einmal ganz feste knuddel* Das ist ja wirklich schrecklich! Du hast mein vollstes Mitgefühl!
    Vielleicht brennst du dir ja eine CD oder so, dann hast du morgens wenigstens Musik <3
    Und der LKW-Fahrer gehört jawohl in die Klapse!
    Ich habe so einen Stress zum Glück nicht mehr, weil ich mittlerweile scheinfrei bin, aber ich kenne das von meinem Studium auch. Meine Uni fängt nur auch schon mal gerne um halb 8 an, das ist im Winter besonders prickelnd -.-'
    Liebe Grüße und ich wünsche dir ganz viel Kraft für dieses Semester! Miri

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